Alternative zu Ölheizungen

Heizungstausch mit Bedacht

Von Jens Bartels · 2021

Ist eine Heizung 15 Jahre oder länger in Betrieb, raten Experten zur Erneuerung. Gerade beim Altbau und dort, wo kein Anschluss an das Erdgasnetz besteht, bietet das Heizen mit Flüssiggas Hausbesitzern eine gute Möglichkeit, die Wärme- und Energieversorgung wirtschaftlich und nachhaltig zu gestalten.

Mensch berührt eine Heizung.
Beim Heizungstausch auch an die Umwelt denken. Foto: iStock / stefanamer

Klima und Geldbeutel freuen sich beide, wenn alte Heizungsanlagen ausgetauscht werden. Dabei spielen nachhaltige Alternativen nicht nur für zukünftige Bauherren eine wichtige Rolle. Besonders durch die strikteren Vorgaben des Klimaschutzgesetzes ab dem Jahr 2026 rückt die Frage nach innovativen Lösungen der Energieversorgung für Hauseigentümer in den Vordergrund. Dies gilt insbesondere für den Ersatz alter Ölheizungen. Welche Heizungsart die beste Alternative ist, hängt vom beheizten Gebäude und den Ansprüchen des Nutzers ab. Bei gut gedämmten Neubau-Häusern entscheiden sich viele Menschen heute für eine Wärmepumpe oder wählen Erdgas als Energieträger, sofern das Gebäude an das öffentliche Versorgungsnetz angebunden ist. Schwieriger wird die Suche nach einer Alternative zur Ölheizung beim Altbau oder im ländlichen Raum. Eine vielversprechende Möglichkeit kann in diesen Fällen das Heizen mit Flüssiggas spielen.

Alternative zu Ölheizungen: Netzunabhängige Lösung finden

Zu den Pluspunkten dieser Lösung zählt: Mit Flüssiggas lassen sich je nach Bedarf effiziente Heiztechnologien wie eine Brennwertheizung, Gaswärmepumpe oder ein Blockheizkraftwerk nutzen. Auch die Einbindung Erneuerbarer Energien wie der Solarthermie ist möglich. Zugleich sind Flüssiggasheizungen völlig netzunabhängig, da das Flüssiggas direkt vor Ort in Tanks gelagert werden kann. Darüber hinaus ist der Prozess des Heizungstausches in den meisten Fällen gar nicht so umfangreich wie oft angenommen. Die erforderlichen Umbauten sind häufig ohne weiteres möglich und die zusätzlichen Kosten in der Regel gering. Bei einer Flüssiggasanlage wird lediglich ein Flüssiggastank ober- oder unterirdisch aufgestellt und mit dem Haus verbunden: Der Umbauprozess beschränkt sich also auf die Entfernung des Öltanks im Keller und den Aufbau des Flüssiggastanks.

CO2-Steuer im Blick behalten

Nicht zuletzt kann durch das Heizen mit Flüssiggas im Vergleich zu einer Öl-Heizung auf Dauer Geld eingespart werden. Dies liegt unter anderem an der ab 2021 geltenden CO2-Steuer. Denn je geringer die CO2-Emissionen eines Energieträgers, desto niedriger fällt der ab 2021 greifende CO2-Preisaufschlag aus, auf den sich Verbraucher einstellen müssen. „Beim Heizen mit Flüssiggas werden im Vergleich zu Heizöl 15 Prozent weniger CO2 ausgestoßen“, rechnet der Deutsche Verband Flüssiggas vor. Dies schlägt sich entsprechend im geringeren CO2-Preisaufschlag für Flüssiggas nieder.

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