Energie-Quartiersmanagement

Kommunale Unternehmen als Antreiber der Energiewende

Von Andrea von Gersdorff · 2013

Stadtwerke forcieren konzeptionelle Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz.

Eine Windmühle zum Generieren von Strom. Das Energie-Quartiersmanagement ist im Kommen

Energiewende, das heißt nicht nur Umstieg auf erneuerbare Energien, sondern auch die Steigerung der Energieeffizienz. Dreh- und Angelpunkt für viele der Energieeffizienzmaßnahmen in großem wie auch kleinem Stil sind dabei die Städte und Kommunen. Kommunale Unternehmen gelten daher mittlerweile als Treiber regionaler Energieeffizienzmaßnahmen. „Wir bieten bereits heute eine Vielzahl an Maßnahmen im Bereich von Energiedienstleistungen und Energieeffizienz an und haben private, industrielle wie auch kommunale Verbraucher in diesen Fragen beraten“, sagt Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). Nun gilt es, diese Maßnahmen stärker auch in Gesamtkonzepten umzusetzen, um die ambitionierten CO²-Einsparziele im Gebäudebereich erreichen zu können.“

Abstimmung ist nötig

Städte und Kommunen eignen sich für konzeptionelle Maßnahmen besonders, da sie die Randbedingungen für die Umsetzung wie beispielsweise Bebauungspläne und Versorgungsstrukturen vorgeben und gleichzeitig Anteile an kommunalen und regionalen Gesellschaften wie Stadtwerken oder Wohnungsgesellschaften besitzen. Damit haben sie direkten Einfluss auf energieeffiziente Randbedingungen und Versorgungsstrukturen. Dennoch ist bei der Umsetzung der Maßnahmen Umsicht notwendig. „Viele Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz stehen in enger Wechselwirkung zueinander“, sagt Reck. „Effizienzsteigerung und CO²-Vermeidung im Gebäudebereich sollten wirtschaftlich und finanzierbar sein. Ausbau oder Verdichtung der Fernwärme und Gebäudedämmung beispielsweise müssten daher optimal aufeinander abgestimmt sein.“ Um die Umsetzung von energieeffizienten Maßnahmen in Städten und Kommunen zu fördern, hat das Bundeswirtschaftsministerium die Forschungsinitiativen EnEff:Stadt und EnEff:Wärme angestoßen. Gesamtkonzepte sollen dabei sowohl in Siedlungsprojekten wie in Nah- und Fernwärmesystemen verwirklicht werden, unterstützt von Experten aus der Forschung, um methodische, organisatorische und ökonomische Hemmnisse aufzulösen.

 Grafik: Wichtigste Themen zur Energiewende innerhalb kommunaler Unternehmen 2012

Energie-Quartiersmanagement im Kommen

Konkret heißt das: Ein solches Gesamtkonzept wird in der Regel ein integriertes Energie-Quartiersmanagement sein. Dafür werden Neubaugebiete und Bestandsquartiere aus Altbauten gemeinsam betrachtet und analysiert, so dass Synergien entstehen können wie die, dass eine Nachkriegssiedlung von modernen Maßnahmen im Neubaugebiet profitiert. Oder aber es werden bei geplanten Neubauten öffentlicher Institutionen wie einer Universität grundsätzliche Überlegungen zur Energieversorgung angestellt. Das Neubauprojekt beschränkt sich somit nicht nur darauf, dass Gebäude energieeffizient gebaut und in das bestehende Energiesystem einbezogen werden. Zusätzlich können die Nutzung erneuerbarer Energie wie der Anschluss an Nah- oder Fernwärme oder die Einbeziehung eines Blockheizkraftwerks angestoßen und gleichzeitig Bestandsgebäude saniert werden.

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