Wärmepumpen

Drehzahlen für Budget und Klima

Von Anton Bärenkamp · 2015

 Moderne Wärmepumpen
Moderne Wärmepumpen sind eine ökologische Alternative zur klassischen Heizanlage.

Kosten sparen bei gleicher Leistung und Komfort und dabei das Klima verbessern ist ein erstrebenswertes Ziel. Besonders attraktiv und vorteilhaft erscheinen alle Maßnahmen, die den günstig erzeugten Wärmebedarf einer Immobilie betreffen. Systeme mit Wärmepumpen eignen sich für diese Zwecke als Basistechnologie

Alle ziehen an einem Strang, ob Mieter, Vermieter, Werkstattbetreiber, Kommunen, Büronutzer oder Hotelbesitzer. Energetische Optimierung und der Einsatz regenerativer Energiequellen sind – seit Proklamation der Energiewende – die Themen rund um das Haus. Geht es vordergründig um die Reduktion von CO²-Emissionen, können bei sinnvollem Einsatz neuer Techniken erhebliche Einsparungen gewünschte Effekte in den Etats für Energie liefern. Beim Thema Heizkostenreduktion und Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Lieferanten stehen Wärmepumpen zurzeit ganz oben auf der Agenda der Beteiligten. Gründe für das steigende Interesse sind ein zur technischen Reife entwickeltes Produkt, beispielsweise nach Wärmebedarf drehzahlgeregelte Aggregate, günstige Preis-Leistungs-Verhältnisse im Vergleich zu anderen Systemen und die verbesserte staatliche Förderung.

Wärmepumpen: Verdampfungsenergie hebt Temperaturniveau

Physikalisch arbeiten alle Wärmepumpen nach dem gleichen Prinzip. Natürlichen Quellen wie Wasser, Erde oder Luft wird Wärme entzogen, um sie für die Wärmeerzeugung zu nutzen. Herzstück und Motor der Anlage ist eine in der Regel elektrisch angetriebene Pumpe, die für die Umwälzung von warm und kalt sorgt. Als Gesamtsystem besteht eine auf Wärmepumpen basierte Anlage aus vier Komponenten: Wärmequellenanlage, Wärmepumpe, Wärmeverteilsystem und Speicher. Arbeitsmittel zur Umwandlung in Wärme mittels Wärmepumpen sind klimaneutrale Kältemittel. Wegen ihrer thermodynamischen Eigenschaften verdampfen sie bei einer sehr niedrigen Temperatur. Durch Kompression werden sie dank des physikalischen Effektes der Verdampfungswärme auf ein höheres Temperaturniveau gehoben.

Höchste Effizienz in Kombination mit sauberem Strom

Wirtschaftlichkeit und Ökobilanz sind oft abhängig vom Strom-Mix. Besonders klimaschonend arbeiten Wärmepumpen mit Wind- oder Solarstrom, wie er zunehmend zur Verfügung steht. Auf diese Weise entsteht kein CO² mehr. Ergänzend bieten viele Stromversorger spezielle Tarife an, den sogenannten Wärmepumpenstrom. Im Idealfall werden vier Kilowattstunden Wärme aus einem Kilowatt Strom erzeugt. Erfolgt die Wärmeverteilung per Fußboden- und Wandheizungen, wird die Energiebilanz weiter verbessert. Bei der Amortisation einesWärmepumpensystems können Investoren von attraktiven staatlichen Zuschüssen profitieren. Vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert werden Wärmepumpen bis 100 Kilowatt Nennwärmeleistung. Für Unternehmen und Kommunen bietet die KfW Vorabchecks an.

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