Heizöl sparen

Effizienter heizen mit weniger Öl

Von Kerstin Fröhlich · 2014

Besitzer einer Ölheizung können mit einer Modernisierung kräftig sparen und dabei die Umwelt schonen. Denn moderne Öl-Brennwertkessel brauchen rund 30 Prozent weniger Brennstoff und sparen somit deutlich an Heizkosten. Noch umweltfreundlicher wird dieses Heizsystem in Kombination mit einer Solaranlage.

Brennende Streichhölzer. Mit der richtigen Strategie lässt sich Heizöl sparen

Heizöl gehört nach wie vor zu den wichtigsten Wärmeträgern in Deutschland. Fast sechs Millionen Häuser werden hierzulande damit beheizt. Darunter finden sich allerdings auch viele veraltete Anlagen: Rund 2,4 Millionen Ölheizungen wurden noch vor 1994 installiert. Und gerade bei Heizkesseln, die älter als 20 Jahre sind, besteht Handlungsbedarf. Während bei alten Modellen die Energieausbeute unter 70 Prozent liegt, arbeitet die neue Brennwerttechnik hocheffizient. Sie nutzt die Energie im Brennstoff zu fast 100 Prozent. So kann der Heizölverbrauch eines Hauses deutlich reduziert werden. Das ist gut für die Umwelt und für die Geldbörse.

Brennwerttechnik nutzt Energie doppelt

Das Funktionsprinzip der Brennwerttechnik basiert auf einer höchstmöglichen Energieausbeute. Beim Verbrennungsvorgang entstehen Kohlendioxid und Wasser. Normalerweise liegt das anfallende Wasser im Abgas dampfförmig vor. In der Brennwerttechnik wird dieser Wasserdampf hingegen unter den Taupunkt abgekühlt, sodass ein flüssiges Kondensat entsteht. Bei diesem physikalischen Vorgang wird Wärme freigesetzt. Diese zusätzliche Energie wird dem Heizsystem zugeführt.

Heizöl sparen: Unterstützung mit Sonnenenergie

Rund 40 Prozent aller neuinstallierten Öl-Brennwertgeräte werden heute zusätzlich mit einer Solarthermieanlage kombiniert. Der große Vorteil eines Hybridsystems: Heizöl steht als Energiereserve jederzeit zur Verfügung, wird aber nur noch bei einem besonders hohen Wärmebedarf tatsächlich in Anspruch genommen. Mit einer Kombilösung aus effizienter Heiztechnik und erneuerbaren Energien können Verbraucher ihre Wärmeversorgung somit auf mehrere Säulen verteilen. Das bietet mehr Unabhängigkeit und Sicherheit bei der Energieversorgung gegenüber konventionellen, nur auf einen Brennstoff ausgelegten Heizsystemen.

Staatliche Zuschüsse sichern

Auch den Klimazielen der Bundesregierung kommen moderne Geräte entgegen, verringert sich doch der co2-Ausstoß erheblich. Aus diesem Grund können Modernisierer auch von attraktiven staatlichen Zuschüssen profitieren. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert die Erneuerung mit zehn Prozent der Investitionskosten. Für ein neues Öl-Brennwertgerät, das im Schnitt 9.000 Euro kostet, schießt der Staat somit 900 Euro hinzu. Eine zusätzliche Prämie von 300 Euro erhalten Modernisierer im Rahmen der Aktion „Deutschland macht Plus!“. Insgesamt sind somit rund 1.200 Euro Zuschuss für den Einbau eines neuen Öl-Brennwertkessels möglich. So zum Beispiel das Marktanreizprogramm (MAP) des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

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