Energieeffizienzlabel

Grün ist die Farbe der Hoffnung

Von Anton Bärenkamp · 2015

Energieeffizienzkategorien: 2019 sollen E bis G entfallen.

Für Hausgeräte seit Jahren Standard und seit September auch gültig für Heizungen: Wärmeaggregate im Wirtschaftsraum der Europäischen Union tragen zukünftig ein Energieeffizienzlabel und müssen gesetzliche Mindestanforderungen an Energieverbrauch und Umweltentlastung erfüllen. 2017 und 2019 werden die Regeln noch einmal verschärft.

Mit der Umsetzung der sogenannten Ökodesign-Richtlinie für energieverbrauchende und energieverbrauchsrelevante Produkte (ErP) beginnt auch für Heizungen das Zeitalter einer für Konsumenten deutlich erkennbaren und selbsterklärenden Zertifizierung. Die seit 26. September 2015 gültige Verordnung gilt für Öl- und Gas-Heizkessel, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke und Speicher. Alle Produkte und Systeme mit gebräuchlichen Kilowatt-Leistungen müssen mit einem Energieeffizienz Label gekennzeichnet werden. Zudem muss dem Angebot an Endkunden ein Datenblatt für ErP beigelegt werden. Da Energie Labels Teil des Alltags geworden sind, werden voraussichtlich auch die neuen Kennzeichnungen eine hohe Akzeptanz erfahren. Alle Geräte tragen die bekannten Aufkleber mit der bunten Skala an Farben. Die Diagramme dokumentieren, wie energieeffizient ein Gerät ist. In Relation zur Leistung steht Rot für sündhaft hohen Energieverbrauch, Grün für die höchste Effizienz. Die Kennzeichnungspflicht gilt auch für den Onlinehandel. Hintergrund ist der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE). Bis 2020 sollen danach zehn Billiarden Joule Primärenergie nur durch die Einführung von Effizienzlabeln für Heizungsaltanlagen eingespart werden. Ob dieses Ziel erreicht wird, bleibt abzuwarten. Label im sattgrünen Bereich nähren diese Hoffnung.

Energieeffizienzlabel: Farbe und Position vereinfachen das Bewerten

Insgesamt sind nicht weniger als 23 Differenzierungen für Heizgeräte relevant. Die neue Verordnung bezieht sich auf Raumheizgeräte, Kombianlagen, Verbundanlagen, Warmwasserbereiter und -speicher. An Effizienzklassen sind für Heizgeräte neun Kategorien vorgesehen. G ist die schlechteste und A++ die beste Alternative. Für Verbundanlagen gibt es mit A+++ eine weitere Gruppe. Wie gut eine Effizienzklasse ist, kann an der Farbe und Position auf dem Energie Label erkannt werden. Die beste Klasse steht immer ganz oben und ist sattgrün.

Label auch für Altheizungen

Laut EU-Verordnung sollen die Richtlinien für die einzelnen Effizienzklassen sowohl 2017 als auch 2019 nochmals verschärft werden. Außerdem wird am 26. September 2019 die Kategorie A+++ auch für reguläre Heizgeräte eingeführt. Die Kategorien E bis G sollen ganz wegfallen. Geräte, die nicht mindestens D vorweisen, verschwinden vom Markt. Die Kennzeichnung der Energieeffizienz anhand des EU-Energie Labels wird auch für Raum- und Kombiheizgeräte sowie Warmwasserbereiter verpflichtend. Optimal konzipierte Wärmepumpensysteme dürften bei allen Varianten – egal ob als alleinstehendes Produkt oder als Verbundanlage – in der Regel weit oben im grünen Bereich landen, vor allem im Vergleich zu fossil befeuerten Heizkesseln. Dank Energie Labels und transparenten Kriterien sind die Wertungen auch objektiv nachvollziehbar.

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