Welche Heiztechnik?

Heiße Tipps für warme Stuben

Von Jens Bartels · 2014

 Ein Paar sitzt mit Getränken auf der Couch. Darum, welche Heiztechnik die richtige ist, macht es sich gerade Gedanken
Mit dem richtigen Heizsystem entspannt in den Winter.

Eines haben alle modernen Heizungstechnologien gemeinsam: Sie sparen langfristig viel Geld und verbinden behagliche Wärme mit einem effizienten Einsatz von Energie. Allerdings ist die Wahl des passenden Heizungssystems gar nicht so einfach. Zu berücksichtigen sind Größe, Baustil oder Lage eines Wohngebäudes und nicht zuletzt auch die Finanzkraft des Immobilienbesitzers.

Familie Richter* kann den Tag des Umzugs kaum abwarten. Nächste Woche zieht sie endlich in ihre neue Villa mit über 2.000 Quadratmetern Nutzfläche. Zu der Ausstattung des Hauses gehören mehrere Wohn- und Schlafzimmer, ein großer Küchentrakt und ein Kaminzimmer sowie ein elegantes Schwimmbad, dessen Geh- und Liegeflächen mit Fußbodenheizung ausgestattet sind. Entsprechend hoch wird der tägliche Wärme- und Strombedarf in der Villa sein. Deshalb hat sich Familie Richter für ein Mini-Blockheizkraftwerk entschieden. Dieses Heizungssystem setzt auf Kraft-Wärme-Kopplung, wird zum Beispiel mit Bio-Erdgas betrieben und hat durch sehr geringe Verteilungs- und Umwandlungsverluste einen sehr hohen Wirkungsgrad. Die beträchtlichen Investitions- und Wartungskosten schrecken die vermögende Familie nicht ab, über den geringeren Verbrauch sollen sich die höheren Anschaffungskosten am Ende rechnen.

Wärmebedarf ermitteln

So individuell wie das Vermögen eines Immobilienbesitzers und die Eigenschaften jedes einzelnen Hauses ist auch die Entscheidung für ein bestimmtes Heizungssystem. „Wärmepumpen eignen sich beispielsweise zum Einsatz vor allem in besonders gut gedämmten Gebäuden, Solaranlagen benötigen entsprechende Dachflächen und Pelletheizungen brauchen einen Lagerraum für die Brennstoffe“, erklärt Christian Stolte, Bereichsleiter Energieeffiziente Gebäude bei der Deutschen-Energie-Agentur GmbH. Dabei gilt die Faustregel: Je geringer der Wärmebedarf, desto kleiner und effizienter können auch Heizungssysteme, Pumpen- und Regelungstechnik sein. Außerdem sollte vor dem Kauf eines neuen Heizungssystems der Wärmebedarf per Heizlastberechnung ermittelt werden.

Welche Heiztechnik? Lösung Pelletheizung

In der Familie Engelhardt* fällt bei der Modernisierung ihres freistehenden Einfamilienhauses die Wahl auf eine Holzpelletheizung. Der umweltbewussten Familie gefällt, dass Holzpellets aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden und damit in die Kategorie der regenerativen Energien fallen. Außerdem ist die Verbrennung der Presslinge weitgehend CO²-neutral. Zwar sind die Anfangsinvestitionen für eine Pelletheizung vergleichsweise hoch, dafür sind die Betriebskosten niedrig. Zudem kombiniert Familie Engelhardt für eine besonders gute Ökobilanz die Pelletheizung mit einer Solarthermie-Anlage. Auch der große und trockene Kellerraum für die Lagerung der Pellets ist in ihrem Einfamilienhaus vorhanden.

Ausgereifte Brennwerttechnik

Dagegen setzt das eher finanzschwache Ehepaar Müller* beim Tausch des alten Öl-Kessels in ihrem Reihenhaus auf eine vergleichsweise preiswerte Lösung. Sie kaufen einen neuen Kessel mit Brennwerttechnik. Diese ausgereifte und zugleich modernste Form der Ölheizung nutzt nicht nur den Heizwert des fossilen Brennstoffes, sondern auch die entstehende Kondensations- und Abgaswärme. So leistet das Ehepaar Müller einen Beitrag zum Klimaschutz. Darüber hinaus hoffen sie, dass die langfristig schwer zu prognostizierenden Heizölpreise künftig nicht zu sehr steigen.

 

* Die Personen wurden zur Veranschaulichung frei erfunden.

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