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Innovationen in der Energiewirtschaft

Markt- und systemrelevant

Von TransnetBW GmbH · 2021

Dr. Werner Götz, CEO von TransnetBW: „Flexibilität und Digitalisierung sind entscheidende Erfolgsfaktoren für die Energiewende.“

Die Veränderung der Energielandschaft bringt Herausforderungen für Stromnetz und Strommarkt mit sich. Dem begegnen Übertragungsnetzbetreiber mit innovativen Technologien und Marktkonzepten. Als Taktgeber beteiligen sie sich aktiv mit Forschungsarbeit und Pilotprojekten an der Energiewende. CEO von TransnetBW, Dr. Werner Götz zum Thema:

Die Energiewende bringt große Veränderungen für die Energiewirtschaft. Wie muss sich der Strommarkt dem anpassen?

Marktseitig wird uns auch in Zukunft das Engpassmanagement beschäftigen. Denn wir erreichen unsere Klimaziele nur, wenn der Strom aus Erneuerbaren auch tatsächlich zum Verbraucher kommt. Wir gehen verschiedene Wege, um die Integration der Erneuerbaren voranzutreiben. Etwa im Projekt C/sells: Ein wichtiger Baustein sind regionalisierte Marktplätze, auf denen auch kleine Erzeugungs- oder Verbrauchsanlagen zu- oder abgeschaltet werden können. Uns hat C/sells einmal mehr vor Augen geführt, dass Flexibilität und Digitalisierung wichtige Erfolgsfaktoren für die Energiewende sind.

Kann Digitalisierung konkret bei der Energiewende helfen?

Im Zuge der Energiewende wird die Strom-Einspeisung zunehmend dezentral. Unser Projekt DA/RE bietet Netzbetreibern eine IT-Plattform, mit der sie Spannungsebenen übergreifend Maßnahmen koordinieren und Daten austauschen können. Mithilfe von DA/RE wird durch automatisierte Prozesse die Komplexität für Netzbetreiber reduziert und der Redispatch 2.0 gesamtwirtschaftlich ökonomischer.

Die Integration der Erneuerbaren ist eine der wichtigen Aufgaben der Übertragungsnetzbetreiber.

Und welchen neuen systemseitigen Herausforderungen müssen sich die Netzbetreiber stellen?

Systemseitig gewinnen innovative Transport- und Speichertechnologien an Bedeutung. Deshalb beteiligt sich TransnetBW am Forschungs- und Entwicklungsprojekt InnoSys 2030. Zusammen mit anderen Netzbetreibern, Leitsystem-Herstellern, dem Fraunhofer-Institut und Universitäten entwickeln und simulieren wir innovative Systemführungskonzepte. Ziel ist, die Netzkapazität besser auszunutzen, um so mehr erneuerbare Energie einspeisen zu können. Untersucht werden Möglichkeiten wie zum Beispiel Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) und Großspeicher. Durch sie kann im Störungsfall beinahe in Echtzeit reagiert werden. Dadurch muss bei der Netzkapazität weniger Reserve vorgehalten werden.

Sind die Forschungsergebnisse reine Zukunftsmusik oder ist zeitnah mit praktischen Anwendungen zu rechnen?

Der praktische Nutzen dieser Forschungsarbeit zeigt sich zum Beispiel bei den geplanten HGÜ-Leitungen Ultranet und SuedLink. Sie verbinden künftig Windparks im Norden mit Verbrauchszentren im Süden und Südwesten Deutschlands. SuedLink bauen wir mit Erdkabeln und beschreiten hier Neuland. Die Forschungen zu Großspeichern sind für uns ebenfalls praxisrelevant und werden beim Pilotprojekt „Netzbooster“ zum Tragen kommen. Hierbei handelt es sich um einen Großspeicher mit einer Leistung von 250 Megawatt. Das Betriebskonzept, an dem wir im Zusammenspiel mit einem Windpark in Norddeutschland arbeiten, wird wichtige Erkenntnisse für den Netzbetrieb der Zukunft bringen. Daher ist der Netzbooster ein echtes Leuchtturmprojekt der Energiewende.

Kontakt

TransnetBW GmbH
Osloer Str. 15-17
70173 Stuttgart
E-Mail: info@transnetbw.de
Web: http://www.transnetbw.de

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