Erdgas

Mehr als eine Alternative

Von Jens Bartels · 2017

Die Energiewende in der Bundesrepublik braucht den Brennstoff Gas. Für eine nachhaltige Energieversorgung sind dieser Energieträger und die dazugehörige Infrastruktur in den nächsten Jahren unverzichtbar. Zudem punkten hochmoderne Erdgaskraftwerke im Vergleich zu Kohlekraftwerken durch Effizienz und geringe CO₂-Emissionen.

 Eine Erdgasanlage
Erdgas gilt derzeit noch als wichtige Stütze der Energiewende.

Sie stoßen nur etwa halb so viel klimaschädliches Kohlendioxid (CO₂) aus wie die modernsten Kohlekraftwerke – Erdgaskraftwerke zur Stromerzeugung spielen für die bundesweite Energieversorgung eine wichtige Rolle. Im Vergleich zu älteren Kohlekraftwerken ist die Einsparung von CO₂ noch weitaus höher. Damit gelten Erdgaskraftwerke im Vergleich zu Kraftwerken mit anderen konventionellen Energieträgern als effizient und sauber. Hochmoderne Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerke) etwa kombinieren die Prinzipien eines Gasturbinen- mit denen eines Dampfturbinenprozesses und erzielen auf diese Weise einen Wirkungsgrad von über 60 Prozent. Dank dieses hohen Effizienzgrades und des niedrigen CO₂-Gehalts des Energieträgers Erdgas gilt Erdgas derzeit noch als wichtige Stütze der Energiewende. 

Erdgas: Rentabilität steigt wieder

Auch bei der Rentabilität können Gaskraftwerke aufgrund des gesunkenen Preises für Erdgas in Deutschland wieder punkten. Abzulesen ist diese Entwicklung am bundesweiten Anstieg der Stromerzeugung durch Gaskraftwerke im Jahr 2016. Nach Angaben des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE produzierten Gaskraftwerke im vergangenen Jahr circa 44 Terawattstunden netto für die öffentliche Stromversorgung. Das sind 46 Prozent mehr als im Jahr 2015. 

Vielfältiger Nutzen

Nach Überzeugung vieler Marktbeobachter wird die Bedeutung von Erdgas groß bleiben und die Energiewende in Zukunft positiv begleiten. Ein Beispiel: Mithilfe der Power-to-Gas-Technologie kann regenerativer Strom in Wasser und Methan umgewandelt und in das Erdgasnetz eingespeist werden. Das Erdgasnetz dient dann als riesiger Speicher für mehrere Milliarden Kilowattstunden Energie. Somit trägt die bereits bestehende Gasinfrastruktur dazu bei, Erneuerbare Energien flexibel einzusetzen. Ohne solche Technologien wird die Energiewende womöglich nicht gelingen. Ein weiterer Pluspunkt der Erdgaskraftwerke: Sie sind schnell am Netz und dadurch bestens geeignet, die wetterbedingten Netzschwankungen der Erneuerbaren Energien aufgrund von sonnenfreien oder windstillen Phasen auszugleichen.

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