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Ökologische Strom- und Wärmeversorgung

„Der Kasseler Strom kommt aus regenerativen Quellen”

Von Städtische Werke Aktiengesellschaft · 2020

Schon vor mehr als zehn Jahren haben die Kasseler Stadtwerke auf Naturstrom umgestellt. Nun wird auch der Wärmesektor dekarbonisiert. Wie die Energiewende vor Ort funktioniert, erklärt Dr. Michael Maxelon, Geschäftsführer der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH, der Städtische Werke Energie + Wärme GmbH sowie Vorstandsvorsitzender der Städtische Werke AG und der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG.

Klärschlammbandtrocknung
Vorreiter: Kasseler Klärschlammtrocknung

Woher kommt der Kasseler Strom?

Heute vorwiegend aus regenerativen Quellen. Wir versorgen mittlerweile alle Kasseler Haushalte mit grünem Strom aus Nordhessen. Anfangs haben wir dafür Energie aus Wasserkraft aus Norwegen genutzt. Schritt für Schritt haben wir dann selbst Erzeugungsanlagen gebaut und begonnen, erneuerbare Energien zu produzieren.

Porträt: Michael Maxelon

Das sind vor allem Windkraftanlagen.

Nicht nur. Wir betreiben auch Photovoltaikanlagen, fünf Biogasanlagen, ein kleines Wasserkraftwerk und ein Biomasseheizkraftwerk. Aber ja, in den vergangenen Jahren haben wir vor allem die Windkraft ausgebaut. Heute betreiben wir 29 Windkraftanlagen, die fast so viel Strom in das Kasseler Netz einspeisen, wie alle Haushalte nutzen. Und wir planen weitere Anlagen.

Wo sollen die entstehen?

Ein Windpark mit 20 Anlagen wird derzeit im Reinhardswald im Norden der Stadt geplant, ein anderer mit fünf Anlagen östlich von Kassel. Die Anlagen errichten wir gemeinsam mit regionalen Kooperationspartnern. So fördern wir die lokale Wertschöpfung und schaffen Arbeitsplätze in der Region. Außerdem produzieren wir den Strom direkt vor Ort und benötigen dadurch keine neuen Übertragungsnetze. 

Und die Anwohner?

Die haben wir über Bürgerenergiegenossenschaften eingeladen, sich zu beteiligen. Wer möchte, kann Anteile erwerben und selbst von den Anlagen profitieren. Das kam in der Bevölkerung sehr gut an. Auch die Baustellenfeste haben großen Spaß gemacht. Unser Anspruch, frühzeitig, offen und transparent über die Projekte zu sprechen und die Menschen einzuladen, ist vor Ort gut aufgenommen worden.

Jetzt wollen Sie auch den Wärmesektor umstellen?

Genau. Die Energiewende braucht nicht nur grünen Strom, sondern auch saubere Wärme. Deshalb wollen wir bis 2025 in der Wärmeproduktion auf Kohle verzichten. Dabei setzen wir auf den konsequenten Ausbau der Fernwärme in Kraft-Wärme-Kopplung und auf die Umstellung auf CO2-neutrale Brennstoffe. 

Wie sieht das konkret aus?

Schon 2008 haben wir das Heizkraftwerk Mittelfeld zum Biomassekraftwerk umgebaut, seit 2009 betreiben wir mehrere Biogasanlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung. Gerade modernisieren wir das Fernwärmekraftwerk in der Dennhäuser Straße. Dort setzen wir künftig nur noch CO2-neutrale Brennstoffe wie Altholz und Klärschlamm ein. Unsere gerade errichtete Klärschlammbandtrocknung wird schon in der kommenden Heizsaison zehn Prozent der bisher im Kraftwerk eingesetzten Braunkohle einsparen. Zudem schaffen wir eine neue Turbine an, die wir sehr flexibel für die Wärme- und Stromproduktion nutzen können, um für Lieferanten ganzjährige Entsorgungssicherheit zu schaffen.

Kontakt

Städtische Werke Aktiengesellschaft
Königstor 3–13
34117 Kassel
E-Mail: post@sw-kassel.de

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