Wärmepumpenheizungen

Richtig kombinieren

Von Otmar Rheinhold · 2019

Luft-Kompressor-Einheit einer Wärmepumpenheizung
Foto: iStock/trainman111

Wärme aus der Erde, der Luft oder dem Grundwasser: Heizsysteme, die auf dem Prinzip des Wärmetauschers beruhen, gelten als besonders energieeffizient und sparsam. Werden sie mit dezentraler Energieerzeugung auf Basis erneuerbarer Quellen zusammengeschaltet, erhöhen sich diese Vorteile weiter.

Zu den Kernpunkten vieler Konzepte zur zukünftigen Versorgung mit Energie gehört deren dezentrale Erzeugung. Gleich, ob es sich um Strom oder Wärme handelt – möglichst nah beim Verbraucher erzeugte Energie bietet viele Vorteile, zumal, wenn sie aus erneuerbaren Quellen stammt. Beispiel Strom: Photovoltaikanlagen etwa machen zumindest bei guter Sonnenlage von den Strompreisen zentraler Erzeuger unabhängig, egal, ob sich die Anlage auf dem Firmendach oder der Dachfläche eines Privathauses befindet. Mittlerweile verfügbare kompakte Stromspeicher für den Keller erhöhen die Attraktivität des selbstproduzierten Stromes weiter. Beispiel Wärme: Heizung und Warmwasserversorgung sind in den meisten Gebäuden schon lokal, funktionieren aber ebenfalls mit erneuerbaren Quellen.

Die Kombi macht‘s

Sinnvoll vor allem im Sinne der CO2-Bilanz ist es, dezentrale, auf Erneuerbaren Energien basierende Systeme zu kombinieren. Besonders anschaulich ist das beim Einsatz von Wärmepumpen. Die Geräte nutzen Wärme aus der Umgebungsluft, dem Grundwasser oder dem Erdreich. Bei Erdwärmeanlagen zum Beispiel wird eine Trägerflüssigkeit, eine sogenannte Sole, über ein Pumpsystem durch die in der Erde gespeicherte Wärme erhitzt. Die Sole gibt ihre Energie im Gebäude an ein Kältemittel, das verdampft und in einem Kompressor verdichtet wird, wodurch es heißer wird.

Diese Hitze erwärmt wiederum das Wasser in den Heizungsleitungen des Hauses. Das Kältemittel kühlt ab und wird dem Kreislauf wieder zugeführt. Das Ganze funktioniert im Prinzip wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Neben der Gebäudeheizung kann so auch Warmwasser erzeugt werden, hierzu bedarf es eines zusätzlichen Wärmetauschers. 

Wärmepumpenheizungen: Förderung vom Bund

Auch wenn die Energie aus der Umgebung kostenlos ist, braucht die Wärmepumpe Strom. Im Vergleich zu anderen Heizarten arbeitet sie aber sehr effizient. Das ist einer der großen Vorteile, weswegen Häuser mit Wärmepumpenheizungen auch problemlos die Anforderungen an die Energieeffizienz schaffen. Zudem sind Wärmepumpen im Betrieb sehr sparsam und brauchen kaum Wartung. Ein durchschnittliches Wohnhaus kann so mit zum Teil deutlich weniger als 1.000 Euro Stromkosten im Jahr beheizt werden. Spannend wird es, wenn dieser Strom nicht aus der Steckdose kommt, sondern aus der eigenen Photovoltaikanlage. Dann lassen sich die Vorteile zweier dezentraler Systeme kombinieren.

Richtig ist: Wärmepumpenanlagen sind in der Anschaffung nicht gerade günstig. Je nach Art und Dimensionierung fallen zwischen 12.000 und 20.000 Euro an. Dem gegenüber stehen die niedrigen laufenden Kosten. Zudem werden die Anlagen gefördert, solange sie sowohl für die Heizung als auch zur Warmwassererzeugung eingesetzt werden.

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