Energie sparen dank Smart Homes

Komfortabler, sicherer und umweltfreundlicher

Von Hartmut Schumacher · 2022

Smart-Home-Geräte erfüllen eine Vielzahl von Zwecken: Sie stellen beispielsweise den Spieltrieb zufrieden, erhöhen den Komfort und ermöglichen es älteren Menschen, länger eigenständig zu leben. Zusätzlich aber helfen sie dabei, Energie zu sparen.

Schlafzimmer ausgestattet mit smarten devices
Foto: iStock/ onurdongel

Die Wünsche, energieeffizienter zu leben und Geld zu sparen, gehören zu den stärksten Motiven für die Nutzung von Smart-Home-Lösungen. In der Studie „Das intelligente Zuhause: Smart Home 2021“ des Digitalbranchenverbands Bitkom nennen 62 Prozent beziehungsweise 21 Prozent der Befragten diese Gründe. Auf den ersten Plätzen stehen die Motive „Mehr Komfort und Lebensqualität“ (78 Prozent) und „Mehr Sicherheit“ (69 Prozent).

Energie sparen dank Smart Homes

Zu den wichtigsten Smart-Home-Geräten, wenn es um das Energiesparen geht, zählen intelligente Heizungssteuerungen, die entweder abhängig von der Uhrzeit tätig werden oder sich per App kontrollieren lassen oder aber berücksichtigen, ob gerade ein Fenster geöffnet ist. Derartige Steuerungen verwenden 17 Prozent der für die Bitkom-Studie Befragten. Ergänzend dazu gibt es Rollläden und Jalousien (13 Prozent), die abhängig von der Uhrzeit oder von der Sonnenbestrahlung hoch- und herunterfahren. Und schließlich natürlich Lampen (29 Prozent), die wiederum die Uhrzeit berücksichtigen oder aber per Bewegungsmelder gesteuert werden.

Höhe der Einsparungen

Allerdings unterstützen Smart-Home-Geräte die Anwender nicht nur beim Sparen von Energie, sondern benötigen ihrerseits Strom. Das zeigt deutlich die Öko-Institut-Studie „Smart Home – Energieverbrauch und Einsparpotenzial der intelligenten Geräte“. Ihr Ergebnis: Die Höhe der Einsparungen ist abhängig vom Grad der Ausstattung mit Smart-Home-Anwendungen. Kommen lediglich energiebezogene Smart-Home-Anwendungen wie intelligente Heizkörperthermostate zum Einsatz, dann ergibt sich in den Beispielberechnungen bei den jährlichen Energiekosten eine Ersparnis von drei Prozent in der Wohnung und sieben Prozent im Haus. Finden aber zusätzlich sicherheitsbezogene und komfortsteigernde Smart-Home-Anwendungen wie Überwachungskameras und intelligente Lautsprecher Verwendung, dann sinkt durch deren Stromverbrauch die Kostenersparnis merklich und kann sich sogar in eine Kostensteigerung verwandeln. Anders sieht es aus, wenn man sich nicht auf Smart-Home-Lösungen mit ihrer Konzentration auf die private Anwendung in Wohnhäusern beschränkt, sondern den Blick auf Gebäudeautomation allgemein richtet. Dieser Begriff umfasst neben Wohngebäuden auch geschäftlich genutzte und öffentliche Gebäude. Digitale Technologien zum automatisierten Steuern von Heizung, Kühlung, Warmwassererzeugung und Beleuchtung sowie zum intelligenten Speichern von Energie sorgen dort laut der Borderstep-Institut-Studie „Klimaschutz und Energieeffizienz durch digitale Gebäudetechnologien“ dafür, dass bis zum Jahr 2030 mehr als acht Millionen Tonnen CO₂-Emissionen eingespart werden – also über 16 Prozent des im Bundes-Klimaschutzgesetz für den Gebäudesektor vorgegebenen Reduktionsziels von 51 Millionen Tonnen. Bei einem optimistischeren Szenario, das einen schnelleren, weil stärker geförderten, Ausbau der Gebäudeautomation voraussetzt, käme es sogar zu einer Reduktion von bis zu 14,7 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen.

Quellen:
bitkom: Das intelligente Zuhause: Smart Home 2021 und Klimaschutz und Energieeffizienz durch digitale Gebäudetechnologien
Öko-Institut e.V.: Energieeinsparungen im Smarthome

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