Mit Geld vom Staat in die eigenen vier Wände

Sanieren leicht gemacht

Von Saskia Schumann · 2021

Die Bundesregierung hat verschiedene Fördermöglichkeiten beschlossen, um Haus- und Wohnungseigentümern bei der Modernisierung ihres Wohnraums unter die Arme zu greifen. Im Fokus stehen vor allem Maßnahmen zur Energieeffizienz, aber auch zur altersgerechten Sanierung oder zur Steigerung der Sicherheit.

Paar streicht eine Wand im zuhause
Foto: iStock/ chee gin tan

Keine Miete mehr zahlen und das Zuhause völlig frei nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten – nicht ohne Grund träumen nach Angaben des Kreditvermittlers Interhyp 66 Prozent der deutschen Mieter von der eigenen Immobilie. Doch ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen kostet – und das nicht nur in der Anschaffung. Die eigenen vier Wände wollen auch unterhalten und regelmäßig saniert werden. Gut, dass da der Staat Eigentümern unter die Arme greift. Über die Förderbank KfW und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es Darlehen und Zuschüsse, die Immobilienbesitzer entlasten.

Mit Geld vom Staat in die eigenen vier Wände

Mit zinsgünstigen Darlehen fördert die KfW den Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie. Das Programm 124 ist dabei nur an wenige Bedingungen geknüpft – so spielen weder das Alter der Immobilie noch deren Zustand eine Rolle. Auch Einkommensgrenzen existieren nicht.

Quelle: www.energie-fachberater.de, 2021

Speziell an junge Familien richtet sich das Baukindergeld. Pro Kind gibt es für die erste selbstgenutzte Immobilie jährlich 1.200 Euro, und zwar zehn Jahre lang. Allerdings darf das zu versteuernde jährliche Haushaltseinkommen nicht über 90.000 Euro liegen, wenn in der Familie ein Kind lebt. Für jedes weitere Kind unter 18 Jahren erhöht sich die Grenze um jeweils 15.000 Euro. Doch Achtung: Die Frist für das Baukindergeld endet am 31. März. Gefördert wird nur, wenn Eigentümer zwischen dem 1. Januar 2018 und 31. März 2021 die Baugenehmigung erhalten oder den Kaufvertrag unterzeichnet haben.

Strom sparen und die Umwelt schonen

Damit Deutschlands Wohngebäude für eine grüne Zukunft energieeffizient und sparsam aufgestellt sind, hat der Staat das Förderprogramm 153 für sogenannte KfW-Effizienzhäuser auf 120.000 Euro je Neubau aufgestockt. Zudem gibt es Tilgungszuschüsse bis zu 30.000 Euro. Wichtig dabei: Die Förderungen fallen umso höher aus, je weniger Energie ein Haus verbraucht.

Mit den Programmen 151/152 und 430 werden Immobilieneigner, die ältere Gebäude energetisch auf Vordermann bringen wollen, mit zinsgünstigen Kreditvarianten und Investitionszuschüssen unterstützt. Deren Höhe richtet sich nach dem angepeilten Effizienzstandard. Falls Eigentümer keinen KfW-Effizienzhaus-Standard anstreben, fördert die Bank auch Einzelmaßnahmen wie die Dämmung von Wänden und Dächern.

Den Austausch veralteter Heizungsanlagen fördert dagegen das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) – 20 bis 45 Prozent der Kosten für eine neue Heizung können Eigentümer erhalten. Auch hier gilt: Je besser die Klimabilanz der neuen Heizung, desto höher fällt die Förderung aus.

Barrierefrei zu Hause alt werden

Die meisten Eigentümer möchten in den eigenen vier Wänden auch alt werden. Damit das funktioniert, sollten Haus oder Wohnung möglichst frühzeitig barrierefrei hergerichtet werden. Wichtigste Punkte: Breite schwellenlose Türen, elektronische Anschlüsse im Schlafzimmer, ein Hausnotrufsystem und ein barrierefreies Bad mit ebenerdiger Dusche und höhenverstellbarem WC.

Auch bei der altersgerechten Modernisierung greift der Staat Eigentümern unter die Arme. Gerade für den Barriereabbau in Wohnungen hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) ihre Mittel in diesem Jahr von 30 auf 130 Millionen Euro aufgestockt. Von dem entsprechenden KfW-Programm 455-B können alle Immobilienbesitzer, Wohnungseigentümer und Mieter profitieren, die vor dem Start der Umbauarbeiten einen Förderantrag stellen. Auch für eine private Badsanierung kommt der Zuschuss bis zu einer Höhe von 6.250 Euro infrage.

Das Zuhause schützen

Wer Haus oder Wohnung vor Einbrechern schützen möchte, findet bei der KfW das Programm 455-E. Damit unterstützt der Staat Immobilieneigner, die zum Beispiel einbruchhemmende Türen oder Fenster einbauen lassen.

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