Energieeffizienz

Erfolg durch Sparsamkeit

Von Katharina Lehmann · 2013

Bei der Umsetzung der Energiewende fordern Experten einen effizienteren Umgang mit Strom. Das spart auch noch Geld.

 Mit Technologie zu mehr Energieeffizienz

Deutsche Firmen wollen sparen – und zwar beim Strom. 65 Prozent aller Betriebe planen für die kommenden Jahre Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Das ergab eine Umfrage der „Initiative EnergieEffizienz“ der Deutschen Energie-Agentur GmbH (DEnA). Und das ist auch gut so. Denn ohne eine Reduzierung des Stromverbrauchs wäre die Energiewende schlicht nicht zu stemmen.

Energieeffizienz als Schlüssel

„Die Energieeffizienz ist das Kernstück für den Erfolg der Energiewende“, meint auch Klaus Töpfer, Leiter des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und ehemaliger Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Der Professor fordert daher einen staatlichen Handlungsrahmen für die Verbesserung der Energieeffizienz. Bisherige politische Maßnahmen reichten nicht aus. Zudem müsse die Energieeffizienzrichtlinie der Europäischen Union in Deutschland progressiv und damit beispielgebend für andere Länder der eu umgesetzt werden, fordert Töpfer. Der Richtlinie zufolge sollen die EU-Staaten ihren Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent reduzieren. Bei der Erfüllung dieses Ziels haben die Länder die Wahl, ob sie Energieversorgungsunternehmen verpflichten, dieses Endenergieeinsparziel zu erreichen oder Instrumente wie zum Beispiel Förderprogramme oder Energiesteuern dafür nutzen.

Sparpotenzial in Unternehmen

Wie viel Einsparpotenzial wirklich in Deutschland schlummert, hat die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) errechnet. Allein durch den Austausch alter Pumpen, durch bessere Gebäudedämmung und effizientere Beleuchtung könnten demnach jährlich 68,3 Milliarden Kilowattstunden Strom eingespart werden. Das entspreche in etwa der Jahresproduktion von zehn Atomkraftwerken. Damit hätte Deutschland zum Beispiel den Ausstieg aus der Kernenergie geschafft.

Betriebe hingegen wollen eher aus Angst vor steigenden Stromkosten sparen. Der dena-Umfrage zufolge erwarten 44 Prozent der befragten Unternehmen für die kommenden Jahre einen Preisanstieg. Aus diesem Grund wurden in den vergangenen zwei Jahren bereits durchschnittlich 50.000 Euro für Energieeffizienzmaßnahmen ausgegeben. 2011 lag dieser Wert noch bei 30.000 Euro. „Die Unternehmen haben die Chancen und Potenziale erkannt und verstärkt in die energetische Optimierung von Anlagen und Systemen investiert“, erklärt Annegret-Cl. Agricola, Bereichsleiterin der dena. Dabei sei allerdings auch die Qualität der Energieeffizienzmaßnahmen wichtig. Für die Bereichsleiterin der dena bietet vor allem das betriebliche Energie­management die Möglichkeit, vorhandene Effizienzpotenziale systematisch zu erschließen.

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