Pelletheizungen

Günstig Heizen mit Holz

Von Kathrin Friedrich · 2013

Pelletheizungen punkten beim Klimaschutz. In Zeiten steigender Preise für Erdöl und Erdgas sind sie deutlich kostengünstiger.

Pellets in der Aufsicht. Mit speziellen Pelletheizungen kann man sie als Wärmequelle nutzen

Pellets liegen derzeit voll im Trend. Denn die kleinen Presslinge aus industriellen Holzabfällen haben einen großen Vorteil: Seit Jahren liegt der Pelletpreis weit unter dem Niveau fossiler Energieträger. Laut dem Deutschen Pelletinstitut in Berlin (DePi) liegt der Preisvorteil aktuell bei rund 45 Prozent gegenüber Heizöl und 30 Prozent gegenüber Erdgas.

Pelletheizungen: Deutlicher Spareffekt

So ist es nicht verwunderlich, dass hierzulande immer mehr Haushalte und Einrichtungen auf Pelletfeuerungen setzen. Dazu gehören auch Petra Bogenberger-Springer und Bernhard Springer aus München Sendling-Westpark. In ihrem 1957 gebauten und 2006 sanierten Einfamilienhaus kommt eine Pelletheizung mit einer Leistung von zehn Kilowatt zum Einsatz, die durch Solarkollektoren auf dem Dach unterstützt wird. „Seit wir von Öl auf Pellets umgestiegen sind, sparen wir jährlich circa 850 Euro Heizkosten“, erklärt Bernhard Springer. Er habe sich für Pellets entschieden, weil er mit einem stetig größer werdenden Preisvorteil gegenüber Öl gerechnet habe. „Diese Annahme hat sich klar bestätigt“, sagt Springer. Für die Installation der Anlage konnte sich das Ehepaar auch über staatliche Zuschüsse freuen. Sie erhielten Fördergelder der BAFA von rund 1.400 Euro und ein günstiges Darlehen von der KFW.

Holz heizt CO²-neutral

Doch nicht nur der finanzielle, sondern auch der ökologische Aspekt ließ die Münchener auf die Holzpresslinge kommen. „Die CO²-Minderung war uns sehr wichtig“, erklärt Springer. Denn beim Heizen belastet jeder Liter Heizöl und jeder Kubikmeter Gas die Umwelt beim Verbrennen mit 3,7 beziehungsweise 2,6 Kilogramm Kohlendioxid (CO²), rechnet das DePi vor. Holz hingegen ist genau genommen CO²-neutral. So wird bei der Verbrennung von Pellets nur die Menge an Kohlendioxid freigesetzt, die das Holz im Laufe seines Wachstums aufgenommen hat. Außerdem ist der Ausstoß anderer Gase wie Schwefeldioxid im Vergleich zur Gas- und Ölverbrennung deutlich geringer.

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